Update vom 08.07.2026, 19.52 Uhr: Amoktat in Schongau: Zufall soll weiteres Blutvergießen an Schule verhindert haben

Verhinderte ein glücklicher Zufall ein weitaus schlimmeres Blutvergießen bei der möglichen Amoktat an einer oberbayerischen Schule? Bei seiner mutmaßlichen Amoktat am Welfen-Gymnasium in Schongau konnte der 16-jährige Tatverdächtige laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) lediglich einen Schuss abgeben - dann habe die Waffe versagt.

"Der Täter hat sich dem Gymnasium mit einer Schusswaffe genähert, hat einen Schuss abgegeben, der niemanden verletzt hat", sagte Dobrindt am Abend in Schongau - die Stadt liegt in seinem Bundestagswahlkreis. "Anschließend hat die Schusswaffe versagt, sodass keine weiteren Schüsse abgegeben werden konnten". Anschließend habe der Täter ein Messer gezogen, sei aber wenig später von Lehrkräften und der Polizei gestoppt und überwältigt worden. Zwei 13-jährige Mädchen wurden auf dem Schulgelände in Schongau zwar schwer verletzt, waren am Nachmittag nach Angaben der Polizei aber glücklicherweise außer Lebensgefahr. 

 

Laut Bundesinnenminister Dobrindt ist der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft: "Die Ermittlungen laufen, der Täter ist in Untersuchungshaft, die entsprechenden Verfahren finden statt". Man gehe von einer Amoktat aus: "Wir gehen weiter davon aus, dass es sich um eine psychische Ausnahmesituation gehandelt hat", so Dobrindt. Bei dem 16-jährigen Tatverdächtigen soll es sich um einen ehemaligen Schüler des Gymnasiums handeln. 

Laut Dobrindt waren die beiden Mädchen, die schwer verletzt wurden, zufällige Opfer. "Die beiden Opfer, die schwerstverletzten Mädchen, sind nach unserer Einschätzung zufällige Opfer, die in dem Moment in seine Schreckensbahn gekommen sind", sagte Dobrindt. Über Weiteres, was die Behandlung und mögliche Zusammenhänge mit der Behandlung zu tun haben, könne man derzeit keine Aussagen machen, sagte Dobrindt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Nachmittag mitgeteilt, dass der 16-Jährige kroatischer Staatsangehöriger und damit EU-Bürger ist und in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung war.

Update vom 08.07.2026, 17.44 Uhr: Schongau: Mögliche Amoktat an Schule - zwei Mädchen schwer verletzt

Nach der möglichen Amoktat am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau am Mittwoch (8. Juli 2026) ist bekannt geworden, dass der jugendliche Tatverdächtige in der Vergangenheit wohl in psychiatrischer Behandlung war. Hinsichtlich der Opfer gibt es unterdessen gute Nachrichten: Die beiden schwer verletzten Mädchen, von denen eines mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden war, schweben nach Stand vom Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.

Wie die dpa berichtet, war der mutmaßliche Täter laut Polizei nach ersten Erkenntnissen mit einem Messer und auch einer Schusswaffe, einer Pistole, bewaffnet. Die Tatwaffe sei das Messer gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Mögliche Amoktat in Oberbayern - Ermittlungen zum Motiv

Gemäß einer Aussage von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war der tatverdächtige 16-jährige Kroate, der den Angaben zufolge bei seinen Eltern lebte, in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Das Motiv für die Tat bleibt zunächst unklar. Die Polizei prüft, ob es zwischen dem Jugendlichen und den beiden verletzten Mädchen eine Vorbeziehung gegeben haben könnte.

Es müsse nun geklärt werden, ob es da "irgendeinen besonderen Bezug gegeben hat zu den Opfern oder ob das eher zufällig diejenigen waren, die ihm da begegnet sind", so Innenminister Herrmann. Die Polizei ermittelt zum Motiv - wie ein Sprecher betont - in alle Richtungen. Laut Polizei bekamen viele Schüler die Tat hautnah mit. Sie werden - wie auch Lehrer und später auch Einsatzkräfte - psychologisch betreut. Ob es über die beiden Mädchen hinaus weitere verletzte Schüler oder Lehrer gibt, ist ebenfalls zunächst unklar. 

Die dpa berichtet von einer Zeugin, die zu den erschütternden Ereignissen befragt wurde: "Meine Beine sind ganz schwach geworden", wird die 13-Jährige zitiert, die in die Parallelklasse der beiden schwer verletzten Schülerinnen geht. "Ich habe gar nicht mehr gewusst, wie ich jetzt reagieren soll, ob ich irgendwie kurz nach Hilfe rufen soll oder einfach mich ganz leise verhalten soll", so das Mädchen. Sie habe sich mit zwei Freunden für die zweite Variante entschieden. "Wir haben dann einfach weggeschaut und gehofft, dass der uns nicht bemerkt". Die 13-Jährige und ihre Freunde hatten Glück - im Gegensatz zu den beiden anderen Mädchen. Ob sie gezielt attackiert oder zufällig ausgewählt wurden, ist bisher unklar.

Update vom 08.07.2026, 15.31 Uhr: Schongau: Mögliche Amoktat an Schule - zwei Mädchen schwer verletzt

Nach der möglichen Amoktat an einer oberbayerischen Schule am Mittwochmittag (8. Juli 2026) sind neue Details bekannt geworden. Wie die dpa mit Berufung auf eine Sprecherin der Polizei berichtet, handelt es sich bei dem festgenommenen Tatverdächtigen um einen 16-jährigen Jugendlichen. Aktuell bleibt noch unklar, ob er am Welfen-Gymnasium, auf dessen Gelände sich der Vorfall ereignete, zur Schule ging. Zu einer möglichen Tatwaffe äußerte sich die Sprecherin zunächst nicht.

Weiterhin sind laut der Polizei mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden, die beide ins Krankenhaus gebracht wurden. Ob sie in Lebensgefahr schweben, blieb zunächst unklar. Auch hier müsse die Frage, ob die beiden Mädchen Schülerinnen des Gymnasiums sind, noch geklärt werden. Angaben zu möglichen weiteren Opfern wurden nicht gemacht, zuletzt hatte die Polizei jedoch von einer einstelligen Anzahl an Verletzten gesprochen.

Innenminister Herrmann äußert sich: Täter war wohl mit Messer und Schusswaffe unterwegs

Mittlerweile hat sich auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu der Lage in Schongau geäußert: "Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war", sagte Herrmann am Rande einer Veranstaltung der CSU-Fraktion am Chiemsee. Zunächst wurde nach Informationen der dpa aber keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition.

Einen weiteren Täter gibt es laut Herrmann nach derzeitigem Stand nicht. Zeitweilig habe es zwar entsprechende Gerüchte gegeben, dafür gebe es aber keine belastbaren Hinweise. Die Polizei war am Nachmittag weiterhin damit beschäftigt, das Gelände abzusuchen. Der Einsatz am Welfen-Gymnasium in Schongau läuft seit etwa 12.50 Uhr. Gegenüber inFranken.de hatte ein Sprecher kurz nach dem Bekanntwerden der Tat trotz der Festnahme des verdächtigen zunächst noch keine Entwarnung gegeben.

Ursprüngliche Meldung vom 08.07.2026, 14 Uhr: Schongau: Mögliche Amoktat mit Verletzten an Schule - Täter festgenommen

Am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind laut der Polizei gegen Mittwochmittag (8. Juli 2026) mehrere Menschen verletzt worden. Der mutmaßliche Täter, eine männliche Person, sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage von inFranken.de mit. Über die Schwere und Art der Verletzungen der Opfer machte der Sprecher keine Angabe.

Gegen 12.50 Uhr wurde die Polizei über mehrere Verletzte in der Schule informiert. Daraufhin wurden sämtliche verfügbaren Einsatzkräfte zu dem Gymnasium gerufen, darunter auch Helikopter.

Mögliche Amoktat an Schule in Oberbayern

Auf die Frage, ob es sich um einen Amoklauf handelt, antwortete der Sprecher, dass man den Einsatz aktuell unter diesem Gesichtspunkt behandele. Weitere Informationen sollen folgen. Auch wenn man den mutmaßlichen Täter festgenommen und bisher keine konkreten Hinweise auf weitere Täter gefunden hat, gibt die Polizei aktuell noch keine endgültige Entwarnung und rät der Bevölkerung, das Areal zu meiden.