Ein unbekannter Täter hat in München zwei unterernährte Königspythons in einem Karton zurückgelassen. Auf der Schachtel war ein Zettel mit grüner Schrift befestigt: "Bringst du mich bitte ins Tierheim" stand darauf. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
Tierarzt Thomas Türbl von der Auffangstation für Reptilien in München äußerte: "Tiere in einen Karton zu setzen und darauf zu hoffen, dass sie jemand findet, ist nicht nur verantwortungslos, sondern auch eine Straftat. Es gibt genügend Anlaufstellen, um Tiere verantwortungsvoll abzugeben."
Münchener Experte erklärt: So reagieren Königspythons bei Gefahr
Die am Mittwoch (8. Juli 2026) entdeckten Riesenschlangen waren stark unterernährt. Bei den Temperaturschwankungen könne sich außerdem schnell eine Atemwegserkrankung entwickeln, erklärte der Tierarzt.
Königspythons gelten als friedliche und eher scheue Tiere. Droht Gefahr, rollen sie sich häufig zu einem "Ball" zusammen - daher rühre auch ihr englischer Name "Ball Python". Die Schlangen seien zwar in der Lage zuzubeißen, jedoch verfehle ein Abwehrbiss häufig sein Ziel. Die Bisse seien zudem deutlich harmloser als beispielsweise der einer Katze.
Wer die Tiere fand, ist nicht bekannt. Die Polizei brachte die Schlangen zur Auffangstation, sagte eine Sprecherin des Vereins.