Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seit einiger Zeit immer wiederkehrende Gerüchte über sein Privatleben dementiert. In zwei Interviews nahm der CSU-Vorsitzende erstmals öffentlich dazu Stellung – und wies unter anderem zurück, zu Hause in Nürnberg ausgezogen zu sein. Er sprach von "Unsinn" und "Fake-News".

"Ich lebe seit zwei Jahren mit heftigen Drohungen und Hass und mit zum Teil unfairen Fake-News", sagte Söder in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", das am Dienstag (12. April 2022) erschien. "Zum Beispiel, dass ich angeblich nicht mehr zu Hause lebe, in einen Vorort von Nürnberg gezogen wäre, die Polizei zum Schutz nicht mehr vor der Tür stehen würde und ähnliches mehr." Söder betonte: "Alles Unsinn." Er komme damit zurecht – aber "all die Drohungen und Fake-News sind für eine Familie nicht einfach".

Söder erhält Morddrohungen: Hass belastet Familie

Der Zeitschrift "Bunte" sagte Söder, der sich wegen einer Corona-Infektion derzeit in Quarantäne befindet, persönlich herausfordernd seien "einige verstörende Begleiterscheinungen" gewesen, die während der Zeit der möglichen Unions-Kanzlerkandidatur im vergangenen Jahr begonnen hätten. "Dazu gehören Hass und Hetze mit Morddrohungen und unzähligen Fake-News", sagte Söder.

Morddrohungen seien heftig, "aber auch Fake-News belasten. Zum Beispiel, dass ich in einen anderen Ort umziehen, dass ich nicht mehr zu Hause wohnen würde." Söder fügte hinzu: "Da braucht man neben körperlicher auch eine starke innere Stabilität."

Dass Söder immer wieder Morddrohungen ausgesetzt ist, hatte er schon wiederholt berichtet. Auf CSU-Parteitagen beispielsweise zitierte der Ministerpräsident in der Vergangenheit aus anonymen Schreiben mit Todesdrohungen und wüsten Beschimpfungen, die regelmäßig bei ihm eingehen - insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie.

Private Einblicke: Markus Söder will Großvater werden

Die Gerüchte, die sein Privatleben betreffen und die seit einiger Zeit immer wieder – ohne irgendwelche Belege – kursieren, hatte er dagegen bisher nicht öffentlich gemacht. Im "Bunte"-Interview gab der CSU-Chef aber auch einen optimistischen Ausblick: Er freue sich nämlich schon darauf, Opa zu werden: "Ich freue mich schon auf die Zeit als Großvater. Meine größte Freude wird sein, wenn meine Kinder ihrem Nachwuchs gegenüber genau das Gleiche anmahnen, was sie bei uns immer nervig fanden."

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