Die Polizei in München warnt vor Trickbetrügern, die mit Broschüren und Anzeigen zum Kauf von Antiquitäten, Pelzen oder Teppichen locken und dabei Gold oder kostbaren Schmuck entwenden. In zwei solcher Fälle entstand laut Angaben der Ermittler jeweils ein Schaden von mehreren Tausend Euro. Ende November meldete sich eine 92-Jährige auf einen Werbeflyer in einer Zeitung, um Trachten und Pelze zu veräußern. Der Käufer ließ sich auch Goldschmuck zeigen, den er zu einem geringen Preis mitnahm.
Bei einem weiteren Besuch drängte er die Dame zu zusätzlichen Wertgegenständen. Während sie eine Münze aus dem Safe holte, entwendete der Mann eine goldene Taschenuhr und verschwand mit der Beute. Anfang Dezember wurde eine 56-Jährige Opfer einer vergleichbaren Masche. Zwei Frauen boten ihr eine große Summe für Kleidung und Modeschmuck an – jedoch nur in Verbindung mit Goldschmuck. Am Ende nahmen sie wertvollen Schmuck mit, zahlten jedoch nur einen Teil des versprochenen Betrags. Zudem lenkten sie die Frau und ihren Ehemann ab und stahlen währenddessen eine Goldkette.
Betrügereien können laut Polizeiangaben auch hinter Offerten für Teppich- und Polsterreinigungen oder Reparaturen stecken. Demnach werben die Täter auch mit speziellen Rabatten für ältere Menschen oder behaupten, dass die Betroffenen angeblich bereits in der Vergangenheit Kunden waren. Die Beamten raten, bei Inseraten wachsam zu sein, keine Fremden in die eigene Wohnung zu lassen und im Zweifelsfall die Polizei zu alarmieren.
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