Wer Busse sowie Straßen- und U-Bahnen in Bayern nutzt, muss am Montag (2. Februar 2026) mit massiven Einschränkungen durch Warnstreiks rechnen. Die Gewerkschaft Verdi ruft an diesem Tag die Beschäftigten im Nahverkehr zu einem ganztägigen Ausstand auf. Betroffen sind unter anderem München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt.
Verdi hatte bereits nach einer ergebnislosen ersten Verhandlungsrunde mit "massiven Warnstreiks" im Freistaat bis zur nächsten Runde am 13. Februar gedroht - jedoch zunächst kein konkretes Datum dafür genannt.
Verhandlung mit umfangreichen Forderungen
In den betroffenen Städten werden voraussichtlich dennoch einzelne Busse verkehren, vor allem dort, wo der Betrieb an externe Firmen ausgelagert ist. Die S-Bahnen in München und Nürnberg sind nicht betroffen, da sie von der Bahn betrieben werden.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) rechnete bei den Bussen mit einem stark eingeschränkten Betrieb. Die U-Bahn bleibe aus Sicherheitsgründen zunächst außer Betrieb. Ob später zumindest eine Linie fahren könne, hänge davon ab, ob genügend Personal den Dienst antrete. Ähnlich sei die Lage bei der Tram.
In Nürnberg sollen die U-Bahnen stehen bleiben. Im Busbereich ist vorgesehen, auf Basis der Nachtlinien 14 Linien zu betreiben, die jeweils zur vollen Stunde am Hauptbahnhof starten.
Das fordert die Gewerkschaft
Die Forderungsliste der Gewerkschaft ist umfangreich: Unter anderem beinhaltet sie eine Erhöhung der Tarifgehälter um 668,75 Euro pro Monat sowie den Wechsel von einer 38,5-Stunden-Woche auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
Weitere Aspekte sind ein um fünf Prozentpunkte erhöhter Sonntagszuschlag von 30 Prozent, eine tarifliche Regelung für eine Mindestruhezeit von elf Stunden sowie für die Arbeitnehmer vorteilhaftere Regelungen dazu, was vor Fahrtbeginn und nach Fahrtende als Arbeitszeit angerechnet wird. Als Laufzeit strebt Verdi zwölf Monate an.
In Bayern findet der Tarifvertrag Nahverkehr laut Verdi in mehr als 20 Unternehmen Anwendung und regelt damit die Gehälter und Arbeitsbedingungen von rund 9000 Beschäftigten.
Vorstellungen lagen zuletzt weit auseinander
Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Bayern bezeichnete die Forderungen der Gewerkschaft nach der Verhandlungsrunde am Montag (26. Januar 2026) als realitätsfern: "Sie übersteigen das von jedem Unternehmen wirtschaftlich Leistbare bei weitem." Man habe stattdessen unter anderem eine Erhöhung der Tarifgehälter um mindestens 5,0 Prozent in zwei Schritten vorgeschlagen. Zudem sollten Ausbildungsgehälter in zwei Schritten um insgesamt 150 Euro steigen - jeweils bei einer Laufzeit bis Ende 2027.
Die Verdi-Branchenkoordinatorin für Busse und Bahnen in Bayern, Katharina Wagner, sagte, die Eskalation in der Tarifrunde liege allein in der Verantwortung der Verhandler auf der Seite der Arbeitgeber. "Wir haben im letzten Jahr deutlich gemacht, dass wir die Arbeitsbedingungen und die Löhne der Beschäftigten in Bayern mit einer langfristigen Strategie verbessern und sichern wollen. Dies wäre über die Verabredung verschiedener Etappenziele möglich gewesen. Einzig zu einem Tarifabschluss, bei dem uns die Bedingungen diktiert werden, waren wir nicht bereit." 2023 hatte es bis zu einer Einigung insgesamt fünf Verhandlungsrunden gebraucht, damals kam es auch zu Warnstreiks.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
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