Sobald eine feine Schneeschicht die Bäume bedeckt und die kühle Luft für Frische sorgt, verspüren viele Menschen den Wunsch, nach draußen in die Natur zu gehen. Winterwanderungen haben ihren ganz eigenen Reiz: Die verschneiten Landschaften verleihen selbst bekannten Orten ein völlig neues Erscheinungsbild und entführen Wandernde in eine andere Welt.
Gerade während der Wintermonate entstehen vielerorts zusätzliche Angebote, die ausschließlich bei ausreichend Schnee und zu bestimmten Zeiten verfügbar sind. Welche Winterwanderwege in Bayern zu unseren Favoriten zählen und besonders abwechslungsreiche Erlebnisse bieten, verraten wir euch im Folgenden.
Winterwanderungen in Bayern: Die schönsten Wanderregionen im Bundesland
Die Wanderung durch die Partnachklammund zurück über Graseck in Garmisch-Partenkirchen ist besonders abwechslungsreich. Diese mittelschwere Tour ist für alle Fitnesslevel geeignet und verläuft größtenteils auf gut begehbaren Wegen. Startpunkt ist der Parkplatz des Olympia-Skistadions, von wo aus abwechslungsreiche Pfade durch die Partnachklamm führen, eine beeindruckende Schlucht, die bereits 1912 als Naturdenkmal ausgewiesen wurde. Für die 6,4 Kilometer lange Strecke benötigt ihr knapp zwei Stunden. Da die Route nur einen geringen Anstieg hat, eignet sie sich besonders gut für Familien.
Die Winterwanderwege rund um Schloss Neuschwanstein zählen zu den anspruchsvolleren Strecken in Bayern. Die Schloss Neuschwanstein – Alpsee Tegelberg Runde ist eine der populärsten Routen des Bundeslandes und ermöglicht einen einzigartigen Blick auf das berühmte Schloss. Als Start- und Endpunkt dient der Parkplatz Drehhütte. Von dort aus geht es über 950 Höhenmeter auf eine rund 15 Kilometer lange Strecke. Unterwegs bieten zahlreiche Aussichtspunkte eindrucksvolle Blicke, etwa auf Hohenschwangau, den Forggensee und den Alpsee. Wer diese Tour in Angriff nimmt, sollte über eine gute Kondition und Trittsicherheit verfügen, denn selbst erfahrene Wanderer benötigen für den Rundweg etwa sechs Stunden.
Die Eichstätt-Runde überzeugt mit kulturellen und landschaftlichen Highlights wie der Willibaldsburg, der Frauenbergkapelle und der Aussicht am Parapluie. Auch im Winter lädt die rund 8 Kilometer lange Wanderstrecke zum Erkunden ein, denn sie bleibt überwiegend gut begehbar und ist in ungefähr drei Stunden zu meistern. Der Rundweg beginnt in Eichstätt an der Altmühl am Parkplatz Maiswiese, von wo man direkt zur Willibaldsburg gelangt. Diese Anlage wurde einst zur Residenz ausgebaut und war zeitweise schwedisch besetzt. Von der 420 Meter langen Burganlage sind heute noch Mauern, Bastionen, das Zeughaus, eine 63 Meter lange Torhalle sowie der „Gemmingenbau“ mit seinen beiden Türmen erhalten – besonders im Winter bietet sich hier ein stimmungsvoller Anblick.
Frankens besondere Winterwanderrouten: Hier ist es in der Heimat am schönsten
Der Räuberpfad "Himmelshirtenweg" in Dammbach startet und endet am Parkplatz Neuhammer. Von dort führt der Weg in Richtung Dammbach hinauf zur Geishöhe. Besonders der Abschnitt, der als Alter Schulweg bekannt ist, zählt zu den beeindruckendsten Teilen des Aufstiegs, da früher die Kinder von der Geishöhe diesen täglichen Schulweg nutzten. Unterwegs gibt es mehrere Stationen zu entdecken, etwa einen Waldlehrpfad und den Kreuzweg, die für Abwechslung sorgen. Oben angekommen, empfiehlt sich ein Abstecher zum Ludwig-Keller-Turm. Wer die Aussichtsplattform besteigt, kann bei gutem Wetter bis in den Odenwald und den Taunus sowie auf die Frankfurter Skyline blicken. Die 9,2 Kilometer lange Strecke bietet zahlreiche Entdeckungen, nimmt rund drei Stunden in Anspruch und setzt zudem eine mittlere Kondition voraus.
Top Winterwanderungen in den Bayerischen Alpen Buch bei Amazon ansehenDie Ochsenkopfrunde im Winter ist die längste und gleichzeitig herausforderndste Tour in dieser Übersicht. Der Rundweg verbindet verschiedene Orte rund um den Ochsenkopf und trägt laut Naturpark Fichtelgebirge das Prädikat erster Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland – Winterglück. Die Strecke ist knapp 19 Kilometer lang und richtet sich vor allem an geübte Wanderer oder Gelegenheitswanderer mit guter Ausdauer, da etwa sieben Stunden für die komplette Tour einzuplanen sind. Unterwegs führt die Strecke unter anderem am Fichtelsee vorbei, passiert das Besucherbergwerk Gleißinger Fels, das Freilandmuseum Grassemann, die Seilbahnen Nord und Süd sowie den Asenturm auf dem Gipfel des Ochsenkopfs. Wer es gemütlicher angehen möchte, kann auch nur einen Teil der Runde absolvieren und beispielsweise per Seilbahn zum Gipfel fahren oder den Rückweg mit der Bahn abkürzen.
Der Steigerwald ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und liegt in Franken zwischen Nürnberg, Bamberg, Würzburg und Rothenburg ob der Tauber. Für eine beschauliche Winterwanderung eignet sich die Steigerwald-Runde in Sand am Main im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Los geht es am Parkplatz Altmain. Von dort aus umrundet der Weg einen Teil des Altmains und führt sowohl durch das Randgebiet von Sand am Main als auch durch die naturbelassene Umgebung entlang des Flusses. Die Strecke misst 3,9 Kilometer und ist innerhalb etwa einer Stunde gut zu bewältigen, sodass sich diese Tour für Wanderer aller Konditionsstufen eignet.
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