Update vom 13.04.2026: "Übelst viel Blut auf dem Boden" - Tochter (9) sieht Tötung ihrer Mutter
Ein neun Jahre altes Mädchen hat vor dem Landgericht Augsburg in öffentlicher Verhandlung über den mutmaßlichen Femizid an ihrer Mutter sprechen müssen. Das Kind wurde per Video aus einem Nebenraum in den Sitzungssaal zugeschaltet, Zuschauer wurden dafür nicht ausgeschlossen.
Sie konnten die Neunjährige zwar nicht sehen, aber hören, wie sie beeindruckend ruhig die letzten Stunden mit ihrer Mutter schilderte. Etwa einen Knall, der sie aufweckte, und dann "wie Mama geblutet hat".
Mädchen (9) schützt Bruder, als Schüsse fallen
"Da war übelst viel Blut auf dem Boden", sagte das Mädchen. "Ich hab' dann Mamas Handy genommen, Oma angerufen und gesagt, dass Mama in Ohnmacht gefallen ist, weil ich nicht wusste, was ich sagen soll." Als die Schüsse fielen, habe sie sich auf ihren kleinen Bruder gelegt, um ihn zu schützen.
Vor Gericht steht ein 29 Jahre alter Mann, der die Frau im Mai vergangenen Jahres in deren Wohnung mit vier Kopfschüssen getötet haben soll. Der Angeklagte, der sich zunächst nicht zu den Vorwürfen gegen ihn äußerte, hatte selbst zwar kein enges Verhältnis zu der 30-Jährigen, ist aber der Ziehsohn des Mannes, mit dem das Opfer bis kurz vor der Tat eine etwa fünfjährige Beziehung hatte. Der Auslöser der Tat soll gewesen sein, dass sich die Frau von dem Ziehvater des Angeklagten wenige Wochen zuvor getrennt hatte und der 29-Jährige dies quasi rächen wollte.
Aus der Beziehung des Opfers und des Ziehvaters des Angeklagten gingen zwei gemeinsame Kinder hervor. Die Neunjährige, die nun aussagen musste, stammt aus einer früheren Beziehung der Frau.
Partnerschaft von "Kontroll- und Eifersucht" geprägt
Nach Angaben der Ermittler war die Partnerschaft von der "Kontroll- und Eifersucht" des Mannes geprägt. Danach soll der Ziehvater den Angeklagten wie einen Detektiv auf die Frau angesetzt haben, um sie auszuspionieren.
Noch kurz vor der Tat habe der Ex-Partner versucht, den Kopf ihrer Mutter beim Grillen ins Feuer zu drücken, schilderte die Neunjährige. Danach habe sie sich dann von ihm getrennt. Am Tattag selbst sei der Mann sehr nervös gewesen, als er ihre kleine Halbschwester abgeholt habe. Er habe das Kind überreden wollen, nicht bei ihm, sondern bei der Mutter zu übernachten. Weder ihn noch dessen Ziehsohn, der früher "echt ein guter Spielkamerad war", wolle sie jemals wiedersehen, sagte die Neunjährige: "Nie wieder." Die Staatsanwaltschaft geht von einer Tat aus Rache aus.
"Der Begriff Femizid bezeichnet die gezielte Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Nicht jede (vorsätzliche) Tötung einer Frau ist zwingend ein Femizid. Als Femizide gelten diejenigen Tötungsdelikte, bei denen Frauen aufgrund ihrer Stellung als Frau in der Gesellschaft getötet werden, nicht etwa zufällig oder aufgrund individueller Umstände. So werden Frauen beispielsweise überdurchschnittlich häufig Opfer von Tötungen in bestehenden oder ehemaligen Partnerschaften. Oft geht den Taten bereits Partnerschaftsgewalt voraus", schreibt der Verein der Frauenhauskoodinierung.
Öffentlichkeitsausschluss laut Nebenklage nicht möglich
Nach Angaben einer Traumatherapeutin leidet das Kind an einer posttraumatischen Belastungsstörung, hört heute noch die Schüsse auf die Mutter, hat Flashbacks von den Bildern. Dass die Öffentlichkeit für die Vernehmung der Neunjährigen dennoch nicht ausgeschlossen wurde, erklärte Nebenklage-Anwältin Isabel Kratzer-Ceylan damit, dass das Mädchen rechtlich nicht als Geschädigte gilt. Ein Ausschluss sei daher nicht möglich gewesen. "Das hast Du wirklich ganz toll gemacht", sagt der Vorsitzende Richter dem Mädchen nach der Vernehmung. "Ganz vielen Dank."
Das Gericht hat zahlreiche Verhandlungstage für das Verfahren eingeplant, ein Urteil soll erst Mitte Juni fallen.
Original vom 04.04.2026: Dreifachmama (30) in Bayern getötet - Kinder sollen Tat gesehen haben
Im Prozess um das Gewaltverbrechen an einer dreifachen Mutter in Augsburg hat der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen. Der 29-Jährige steht im Verdacht, die Frau in ihrer Wohnung mit vier Kopfschüssen getötet zu haben, er ist wegen Mordes angeklagt. "Er wird keine Angaben machen", sagte Verteidiger Jörg Seubert zu Beginn des Prozesses. Eventuell werde sich der Angeklagte später in dem Verfahren äußern.
Der Mann soll am 19. Mai des vergangenen Jahres spätabends unbemerkt in die Wohnung der 30-Jährigen eingedrungen sein und die Mutter erschossen haben. Die Frau hatte drei kleine Kinder. Ein Sohn und eine Tochter waren während der Tat im Haus und mussten das schreckliche Geschehen mitansehen. Die Tochter fand die blutüberströmte Mutter und alarmierte über eine Verwandte die Polizei.
Dreifachmama (30) in Ausgburg erschossen - Trennung von Ex der Auslöser?
Der Auslöser der Tat soll gewesen sein, dass sich die Frau von dem Ziehvater des Angeklagten wenige Wochen zuvor getrennt hatte und der 29-Jährige dies quasi rächen wollte. Dabei soll der beschuldigte Deutsche selbst gar keine enge Beziehung zu der Frau gehabt haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Ziehvater des Angeklagten jahrelang mit der Mutter des Beschuldigten liiert. In dieser Zeit habe der Ziehvater den heute 29-Jährigen mit großgezogen.
Nach dem Ende dieser Beziehung soll der Ziehvater dann etwa fünf Jahre lang mit der später getöteten Frau zusammen gewesen sein. In dieser Zeit kamen eine Tochter und ein Sohn zur Welt, die Frau hatte zudem aus einer früheren Beziehung eine etwas ältere Tochter. Das Verhältnis zwischen dem Ziehvater und dem Angeklagten soll über die Jahre hinweg immer eng gewesen sein.
Nach Angaben der Ermittler hatte sich die 30-Jährige im vergangenen April im Streit von dem Ziehvater getrennt, nachdem die Partnerschaft bereits von der "Kontroll- und Eifersucht" des Mannes geprägt gewesen sei. Danach soll der Ziehvater den Angeklagten wie einen Detektiv auf die Frau angesetzt haben, um sie auszuspionieren.
Angeklagter soll 30-Jährige beschattet haben
Der Angeklagte soll dafür einen regelrechten Beobachtungsposten bei Altglascontainern in der Nähe des Wohnhauses der Frau gehabt haben. Außerdem soll er sogar extra von Landsberg am Lech, wo er eigentlich lebte, nach Augsburg in die Nähe der Frau gezogen sein. Beide Männer hatten laut Staatsanwaltschaft immer wieder auf die 30-Jährige eingeredet, dass diese die Beziehung zu dem Ziehvater fortsetzt - ohne Erfolg.
Am Tattag soll er gegen 23.40 Uhr in die Wohnung der bereits schlafenden Frau eingedrungen sein. Die Haustür soll auch ohne Schlüssel zu öffnen gewesen sein, denn der Ziehvater hatte nach den Angaben der Staatsanwaltschaft die Tür bei einem früheren Streit beschädigt. In der Wohnung soll die 30-Jährige erwacht und den Eindringling zur Rede gestellt haben - dann sollen die tödlichen Schüsse gefallen sein.
Bereits kurz nach der Tat wurde der Mann festgenommen, zunächst aber wieder freigelassen. Nach neun Tagen kam der Verdächtige dann aufgrund neuer Ermittlungsergebnisse in Untersuchungshaft, zudem wurde die mutmaßliche Tatwaffe in einem Bach sichergestellt. Die Pistole soll der Mann auf der Flucht vom Tatort weggeworfen haben. Die Strafkammer geht von einem komplexen und langwierigen Verfahren aus. Das Gericht hat 20 weitere Verhandlungstage geplant, ein Urteil soll erst Mitte Juni fallen.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
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