Update vom 10.07.2026, 8.03 Uhr: Amoktat in Schongau - Schüler retten mit ihren T-Shirts Leben

Nachdem ein mutmaßlich ehemaliger Schüler an einer Schule im oberbayerischen Schongau zwei Mädchen niedergestochen hatte, sind andere Schüler herbeigeeilt, haben sich T-Shirts vom Körper gerissen, Druckverbände angelegt und so wahrscheinlich einem der 13-jährigen Mädchen das Leben gerettet. Polizei und Lehrkräfte überwältigten den 16-jährigen mutmaßlichen Angreifer, der neben einem Messer auch eine Pistole bei sich hatte. Dramatische Szenen spielten sich an der Schule ab – die Rückkehr zur Normalität wird Zeit benötigen. Das Geschehene wirkt in dem 12.000-Einwohner-Ort und besonders in der Schule mit ihren 800 Schülerinnen und Schülern sowie 80 Lehrkräften nach.

Der 16-Jährige befindet sich nun in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen ihn wegen versuchten Mordes. Der Jugendliche soll sich bei der Tat in einer "psychischen Ausnahmesituation" befunden haben. Er war zumindest zeitweise in psychiatrischer Behandlung.

Schwerbewaffnete Polizisten stehen am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau. Nach einer Gewalttat mit mehreren Verletzten und einer Festnahme an dem Gymnasium in Oberbayern deutet laut einem Polizeisprecher vieles auf eine Amoklage hin.
Karl-Josef Hildenbrand (dpa)

Der 16-jährige Kroate war den Sicherheitsbehörden bereits bekannt. Aufgrund zweier Vorfälle aus dem Jahr 2025 habe die Staatsanwaltschaft München II gegen ihn ermittelt, da er unter anderem Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben soll, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Haftgründe hätten in diesem Ermittlungsverfahren jedoch "zu keinem Zeitpunkt" vorgelegen.

Pistole aus dem 3D-Drucker? 

Das Messer, eine Pistole und Munition wurden sichergestellt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur prüfen die Ermittler, ob es sich bei der Schusswaffe, mit der der mutmaßliche Täter einen Schuss abgab und die dann versagte, um eine per 3D-Drucker hergestellte Waffe handelt.

Der 16-Jährige gab demnach an, sich die Waffe im Darknet beschafft zu haben. Tatsächlich hätten die Ermittler eine eher geringe Zahl an Patronen sichergestellt, hieß es weiter. Die Waffe wurde nach dpa-Informationen bei einem Rucksack gefunden, den der 16-Jährige nach seiner Tat auf dem Schulhof im Umfeld des Tatorts deponiert habe. Er habe Polizeibeamte nach seiner Festnahme selbst darauf hingewiesen. Bei dem Messer soll es sich jedenfalls um kein Haushaltsmesser handeln.

An der Schule stand am Tag nach der Tat die Aufarbeitung im Vordergrund. Kriseninterventionsteams unterstützten Schüler und Lehrer dabei, das Geschehene vom Mittwoch (8. Juli 2026) zu verarbeiten. Einige der Schüler erlebten hautnah, wie der ehemalige Mitschüler das Schulgelände betrat, wie er laut Polizei einen Schuss aus einer Pistole abgab und dann, als die Waffe versagte, mit einem Messer auf die beiden 13-Jährigen losging.

T-Shirts als Druckverband

Mehrere Schülerinnen und Schüler eilten sofort zu Hilfe und leisteten geistesgegenwärtig noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. "Die Ersten haben gleich Rettungskräfte und Polizei angerufen. Mitschüler von mir, ich hab auch gleich natürlich mitgeholfen, haben ihre Hemden und Shirts von sich gerissen, haben sie als Druckverbände benutzt, um die Blutungen zu stillen. Alles mit voller Kraft draufgedrückt", berichtete der 19-jährige Levi Lachmann.

Er und andere Schüler hätten dann Sanitätssets aus ihren Autos geholt und damit weiter versucht, die Blutungen bestmöglich zu stoppen, um das Leben der Mitschülerinnen zu retten. Dann hätten sie sterile Kompressen aus dem Sanitätsraum geholt, um die Wunden zu versorgen, wie sie es bei der Ausbildung als Ersthelfer gelernt hätten. Auch Lehrer hätten geholfen.

Lehrkräfte halfen auch, den 16-Jährigen zu überwältigen. "Auch dem couragierten Eingreifen von Lehrern ist zu verdanken, dass er so schnell festgenommen werden konnte", sagte Polizeipressesprecher Stefan Sonntag.

Ministerin nennt Schülerinnen und Schüler "Helden"

Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) sagte der Schulfamilie bei einem Besuch vor Ort jede erdenkliche Unterstützung zu. Zugleich bedankte sie sich speziell bei den beiden Lehrkräften, die den mutmaßlichen Täter mit überwältigten, und bei den Schülerinnen und Schülern, die den schwer verletzten Mädchen halfen. "Eines der Mädchen wäre sehr wahrscheinlich verblutet, wenn sie das nicht gemacht hätten. Also die haben ihr wahrscheinlich das Leben gerettet", sagte Stolz der Deutschen Presse-Agentur. "Das sind echte Helden für mich."

"Das war ein Einsatz, bei dem man auch als langjährig erfahrene Einsatzkraft zunächst schlucken muss und sich denkt: Bitte nicht!", sagt Michael Limbrunner, der als Organisatorischer Leiter den Einsatz des BRK koordinierte. "Wenn eine solche Alarmmeldung eingeht, dann zählt jede Minute, aber gleichzeitig auch der Schutz unserer Einsatzkräfte."

Bürgermeister Thomas Schleich war am Donnerstagmorgen bei einem Besuch an der Schule erschüttert. "Es ist ein schwarzer Tag für Schongau", sagte Schleich. "Wir werden im Rathaus greifbar sein für Leute, die einen Ansprechpartner brauchen." Man könne unter anderem Kontakte herstellen, etwa wenn Menschen Betreuung bräuchten. "Man ist aufs Mark getroffen. Man macht sich viele Gedanken", sagte der Bürgermeister. "Ich bin auch Familienvater. Ich habe drei Kinder, und zwei Kinder gehen hier auch zur Schule."

Spurenauswertung und Vernehmungen 

Der 19-jährige Ersthelfer Lachmann sagte, er sei erleichtert gewesen, als die Polizei eintraf und klar war, dass der Täter gestellt worden sei. Angst hätten er und die anderen zunächst jedoch nicht gehabt. "Wir standen alle unter Adrenalin." Erst später sei langsam das Bewusstsein für das gekommen, was geschehen sei. "Ich weiß nicht, ob ich das wirklich schon an mich herangelassen habe, was da passiert ist. Ich denke, das kommt mit der Zeit." Er spreche viel mit seiner Familie, aber auch mit Lehrern und dem Kriseninterventionsteam. Aber: "Gestern, der Tag, der bleibt unvergesslich."

Auf die Frage, wie die Schüler auf einen solchen Fall vorbereitet gewesen seien, sagte Lachmann, die Schülerschaft sei grundsätzlich sensibilisiert worden, aber: "Für solche Notfälle kann man nicht vorbereitet sein. Das ist ein Extremfall."

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurde die Wohnung des 16-Jährigen, der bei seinen Eltern lebte, durchsucht. Nun laufe die Auswertung der Spuren, darunter auch digitale Daten. Zudem werden Schüler und Lehrkräfte vernommen. Auch die beiden schwer verletzten Mädchen sollen befragt werden, wenn es ihr Zustand zulässt.

Update vom 09.07.2026, 14.15 Uhr: Bürgermeister und Schulleiter sprechen - Entscheidung von Richter steht an 

Nach der mutmaßlichen Amoktat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau hat der Erste Bürgermeister von Schongau, Thomas Schleich (UWV), den Betroffenen Unterstützung zugesagt. "Es ist ein schwarzer Tag für Schongau", sagte Schleich. "Wir werden im Rathaus greifbar sein für Leute, die einen Ansprechpartner brauchen." Man könne unter anderem Kontakte herstellen, etwa wenn Menschen Betreuung benötigten. "Es gilt, dass wir gemeinsam daran arbeiten, Gespräche führen", sagte Schleich. "Ich persönlich bin froh, dass die Schule geöffnet hat", sagte der Bürgermeister, der sich am Tag nach der Tat vor Ort ein Bild von der Lage machte.

Das könne helfen, dass die Schülerinnen und Schüler in der Klassengemeinschaft und mit den Lehrkräften wieder in ihren normalen Alltag zurückfinden. Sie sollten nun vor allem die Möglichkeit haben, sich auszutauschen. Damit sei "diese Woche der Unterricht eher zweitrangig". Laut einem Sprecher des zuständigen Landratsamtes sollen Kriseninterventionsteams für Gespräche vor Ort sein und den Schülern und Lehrern helfen, um das zu verarbeiten, was am Mittwoch an ihrer Schule geschehen ist. "Man ist aufs Mark getroffen. Man macht sich viele Gedanken", sagte Schleich weiter. "Ich bin auch Familienvater. Ich habe drei Kinder, und zwei Kinder gehen hier auch zur Schule."

"Wir werden Zeit brauchen, um das Erlebte zu verarbeiten», schrieb der Bürgermeister auf Instagram. "Aber wir werden diesen Weg gemeinsam gehen." Nach der mutmaßlichen Amoktat an dem Gymnasium ging dort heute die Schule weiter. Zur Tagesordnung übergehen wolle man aber nicht, sagte ein Sprecher des zuständigen Landratsamtes. Kriseninterventionsteams sollten für Gespräche vor Ort sein und den Schülern und Lehrern helfen, um das zu verarbeiten, was am Mittwoch an ihrer Schule geschehen ist. Einige der Schüler erlebten hautnah, wie ein ehemaliger Mitschüler das Schulgelände betrat, laut Polizei einen Schuss aus einer Pistole abgab und dann, als die Waffe versagte, mit einem Messer auf zwei 13-Jährige losging.

Schongau: Wohnung des 16-Jährigen durchsucht - das erhofft sich die Polizei 

Die Schülerinnen wurden dabei so schwer verletzt, dass eine von ihnen mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen werden musste. Inzwischen sind beide außer Lebensgefahr. Lehrkräfte waren es, die die Polizei dabei unterstützten, den mutmaßlichen Täter zu überwältigen. Dabei handelt es sich um einen 16-Jährigen, der laut Polizei wegen psychischer Probleme in Behandlung war und schon vorher Drohungen ausgesprochen haben soll. Wie er an die Schusswaffe kam und was ihn zu der Tat bewegt haben könnte, sind Fragen, die noch zu klären sind.

Ebenso, wie es den Schülern und Lehrern geht, die nach der Tat unter Schock standen und betreut werden mussten. Der Jugendliche soll sich in einer "psychischen Ausnahmesituation" befunden haben. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern bestätigte, wurde die Wohnung des 16-Jährigen, der bei seinen Eltern lebt, durchsucht. Dabei gehe es vor allem um die Suche nach dem Motiv für die Tat. Seine Hardware soll ausgewertet werden. Wie genau der Tatvorwurf lautet und ob wegen eines versuchten Tötungsdeliktes gegen ihn ermittelt wird, das sei nun Sache der Staatsanwaltschaft.

Nach der mutmaßlichen Amoktat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau soll der mutmaßliche Täter im Laufe des Tages zur Haftprüfung dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Er müsse entscheiden, ob der 16-Jährige in Untersuchungshaft komme oder ob eine einstweilige Unterbringung angeordnet werde, teilten Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft München II auf Anfrage mit. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes.

Update vom 08.07.2026, 19.52 Uhr: Amoktat in Schongau - Zufall soll weiteres Blutvergießen an Schule verhindert haben

Verhinderte ein glücklicher Zufall ein weitaus schlimmeres Blutvergießen bei der möglichen Amoktat an einer oberbayerischen Schule? Bei seiner mutmaßlichen Amoktat am Welfen-Gymnasium in Schongau konnte der 16-jährige Tatverdächtige laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) lediglich einen Schuss abgeben - dann habe die Waffe versagt.

"Der Täter hat sich dem Gymnasium mit einer Schusswaffe genähert, hat einen Schuss abgegeben, der niemanden verletzt hat", sagte Dobrindt am Abend in Schongau - die Stadt liegt in seinem Bundestagswahlkreis. "Anschließend hat die Schusswaffe versagt, sodass keine weiteren Schüsse abgegeben werden konnten".

Anschließend habe der Täter ein Messer gezogen, sei aber wenig später von Lehrkräften und der Polizei gestoppt und überwältigt worden. Zwei 13-jährige Mädchen wurden auf dem Schulgelände in Schongau zwar schwer verletzt, waren am Nachmittag nach Angaben der Polizei aber glücklicherweise außer Lebensgefahr. 

Dobrindt spricht über Bluttat von Schongau - 16-Jähriger in Haft

Laut Bundesinnenminister Dobrindt ist der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft: "Die Ermittlungen laufen, der Täter ist in Untersuchungshaft, die entsprechenden Verfahren finden statt". Man gehe von einer Amoktat aus: "Wir gehen weiter davon aus, dass es sich um eine psychische Ausnahmesituation gehandelt hat", so Dobrindt. Bei dem 16-jährigen Tatverdächtigen soll es sich um einen ehemaligen Schüler des Gymnasiums handeln.

Laut Dobrindt waren die beiden Mädchen, die schwer verletzt wurden, zufällige Opfer. "Die beiden Opfer, die schwerstverletzten Mädchen, sind nach unserer Einschätzung zufällige Opfer, die in dem Moment in seine Schreckensbahn gekommen sind", sagte Dobrindt. Über Weiteres, was die Behandlung und mögliche Zusammenhänge mit der Behandlung zu tun haben, könne man derzeit keine Aussagen machen, sagte Dobrindt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Nachmittag mitgeteilt, dass der 16-Jährige kroatischer Staatsangehöriger und damit EU-Bürger ist und in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung war.

Update vom 08.07.2026, 17.44 Uhr: Schongau: Mögliche Amoktat an Schule - zwei Mädchen schwer verletzt

Nach der möglichen Amoktat am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau am Mittwoch (8. Juli 2026) ist bekannt geworden, dass der jugendliche Tatverdächtige in der Vergangenheit wohl in psychiatrischer Behandlung war. Hinsichtlich der Opfer gibt es unterdessen gute Nachrichten: Die beiden schwer verletzten Mädchen, von denen eines mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden war, schweben nach Stand vom Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.

Wie die dpa berichtet, war der mutmaßliche Täter laut Polizei nach ersten Erkenntnissen mit einem Messer und auch einer Schusswaffe, einer Pistole, bewaffnet. Die Tatwaffe sei das Messer gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Mögliche Amoktat in Oberbayern - Ermittlungen zum Motiv

Gemäß einer Aussage von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war der tatverdächtige 16-jährige Kroate, der den Angaben zufolge bei seinen Eltern lebte, in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Das Motiv für die Tat bleibt zunächst unklar. Die Polizei prüft, ob es zwischen dem Jugendlichen und den beiden verletzten Mädchen eine Vorbeziehung gegeben haben könnte.

Es müsse nun geklärt werden, ob es da "irgendeinen besonderen Bezug gegeben hat zu den Opfern oder ob das eher zufällig diejenigen waren, die ihm da begegnet sind", so Innenminister Herrmann. Die Polizei ermittelt zum Motiv - wie ein Sprecher betont - in alle Richtungen. Laut Polizei bekamen viele Schüler die Tat hautnah mit. Sie werden - wie auch Lehrer und später auch Einsatzkräfte - psychologisch betreut. Ob es über die beiden Mädchen hinaus weitere verletzte Schüler oder Lehrer gibt, ist ebenfalls zunächst unklar. 

Die dpa berichtet von einer Zeugin, die zu den erschütternden Ereignissen befragt wurde: "Meine Beine sind ganz schwach geworden", wird die 13-Jährige zitiert, die in die Parallelklasse der beiden schwer verletzten Schülerinnen geht. "Ich habe gar nicht mehr gewusst, wie ich jetzt reagieren soll, ob ich irgendwie kurz nach Hilfe rufen soll oder einfach mich ganz leise verhalten soll", so das Mädchen. Sie habe sich mit zwei Freunden für die zweite Variante entschieden. "Wir haben dann einfach weggeschaut und gehofft, dass der uns nicht bemerkt". Die 13-Jährige und ihre Freunde hatten Glück - im Gegensatz zu den beiden anderen Mädchen. Ob sie gezielt attackiert oder zufällig ausgewählt wurden, ist bisher unklar.

Update vom 08.07.2026, 15.31 Uhr: Schongau: Mögliche Amoktat an Schule - zwei Mädchen schwer verletzt

Nach der möglichen Amoktat an einer oberbayerischen Schule am Mittwochmittag (8. Juli 2026) sind neue Details bekannt geworden. Wie die dpa mit Berufung auf eine Sprecherin der Polizei berichtet, handelt es sich bei dem festgenommenen Tatverdächtigen um einen 16-jährigen Jugendlichen. Aktuell bleibt noch unklar, ob er am Welfen-Gymnasium, auf dessen Gelände sich der Vorfall ereignete, zur Schule ging. Zu einer möglichen Tatwaffe äußerte sich die Sprecherin zunächst nicht.

Weiterhin sind laut der Polizei mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden, die beide ins Krankenhaus gebracht wurden. Ob sie in Lebensgefahr schweben, blieb zunächst unklar. Auch hier müsse die Frage, ob die beiden Mädchen Schülerinnen des Gymnasiums sind, noch geklärt werden. Angaben zu möglichen weiteren Opfern wurden nicht gemacht, zuletzt hatte die Polizei jedoch von einer einstelligen Anzahl an Verletzten gesprochen.

Innenminister Herrmann äußert sich: Täter war wohl mit Messer und Schusswaffe unterwegs

Mittlerweile hat sich auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu der Lage in Schongau geäußert: "Wir gehen von einem Täter aus, der hier mit Messer und auch einer Schusswaffe unterwegs war", sagte Herrmann am Rande einer Veranstaltung der CSU-Fraktion am Chiemsee. Zunächst wurde nach Informationen der dpa aber keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition.

Einen weiteren Täter gibt es laut Herrmann nach derzeitigem Stand nicht. Zeitweilig habe es zwar entsprechende Gerüchte gegeben, dafür gebe es aber keine belastbaren Hinweise. Die Polizei war am Nachmittag weiterhin damit beschäftigt, das Gelände abzusuchen. Der Einsatz am Welfen-Gymnasium in Schongau läuft seit etwa 12.50 Uhr. Gegenüber inFranken.de hatte ein Sprecher kurz nach dem Bekanntwerden der Tat trotz der Festnahme des verdächtigen zunächst noch keine Entwarnung gegeben.

Ursprüngliche Meldung vom 08.07.2026, 14 Uhr: Schongau: Mögliche Amoktat mit Verletzten an Schule - Täter festgenommen

Am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind laut der Polizei gegen Mittwochmittag (8. Juli 2026) mehrere Menschen verletzt worden. Der mutmaßliche Täter, eine männliche Person, sei nach dem Vorfall in Schongau festgenommen worden, teilte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage von inFranken.de mit. Über die Schwere und Art der Verletzungen der Opfer machte der Sprecher keine Angabe.

Gegen 12.50 Uhr wurde die Polizei über mehrere Verletzte in der Schule informiert. Daraufhin wurden sämtliche verfügbaren Einsatzkräfte zu dem Gymnasium gerufen, darunter auch Helikopter.

Mögliche Amoktat an Schule in Oberbayern

Auf die Frage, ob es sich um einen Amoklauf handelt, antwortete der Sprecher, dass man den Einsatz aktuell unter diesem Gesichtspunkt behandele. Weitere Informationen sollen folgen. Auch wenn man den mutmaßlichen Täter festgenommen und bisher keine konkreten Hinweise auf weitere Täter gefunden hat, gibt die Polizei aktuell noch keine endgültige Entwarnung und rät der Bevölkerung, das Areal zu meiden.